Trainee im Personal bei Fresenius Helios

Hallo, mein Name ist Theresa und ich bin seit Oktober 2016 auf einer spannenden, zweijährigen Reise durch neue Erfahrungen, neues Wissen, neue Möglichkeiten und natürlich durch Deutschland. Aber was hat das konkret zu bedeuten? Ich bin Trainee im Bereich Personal bei der HELIOS Kliniken GmbH. Bevor ich jedoch diese spannende Chance ergreifen konnte, habe ich meinen Bachelor und Master in Wirtschaftspsychologie in Potsdam und Berlin absolviert. Neben meinem Master-Studium habe ich zwei Jahre als Werkstudentin gearbeitet. Je ein Jahr in einer Personalberatung sowie im Personalbereich eines Start-up-Unternehmens. Diese Erfahrungen haben mich in meinem Wunsch bestärkt, weiterhin in der Personalabteilung eines Unternehmens tätig zu sein.

 

Das 24-monatige Traineeprogramm bei HELIOS ist mir schon früh ins Auge gesprungen und erschien mir nach intensiver Recherche als optimaler Jobeinstieg. So habe ich bereits ein paar Monate vor meinem Masterabschluss meine erste Bewerbung für dieses Programm versendet. Genau, meine erste Bewerbung. Zu diesem Zeitpunkt sollte es wohl noch nicht soweit sein. Aber den Kopf in den Sand stecken kam für mich nicht in Frage, sodass ich erstmal eine Stelle in einem anderen Unternehmen angenommen habe, jedoch mit dem festen Entschluss, mein Glück erneut zu versuchen. Gesagt, getan. Nachdem ich meine Bewerbung zum zweiten Mal abgeschickt hatte, erhielt ich kurz darauf eine positive Rückmeldung.

Der Bewerbungsprozess hatte begonnen: Online-Wissens-Test, Telefoninterview, Assessment Center, Zusage! Vom Abschicken meiner Bewerbung bis zum tatsächlichen Start sind nur etwa zwei Monate vergangen. Aber warum bin ich hartnäckig geblieben und habe mir das feste Ziel gesetzt, gerade dieses Traineeprogramm zu absolvieren? Weil es ein Jobeinstieg mit hervorragenden Entwicklungschancen und sehr guten Perspektiven ist. Die Kombination aus zahlreichen Seminaren und wechselnden deutschlandweiten Projekteinsätzen sowie das Kennenlernen von beeindruckenden Charakteren stellen nach wie vor einen großen Reiz für mich dar. Darüber hinaus ist die Gesundheitsbranche eine Branche, hinter der ich voll und ganz stehen kann. Es fühlt sich einfach richtig und gut an, in einer Branche zu arbeiten, die Leben rettet. Das ist für mich sinnvoll und wichtig.

Als waschechte Berlinerin, die sich ihr ganzes bisheriges Leben nur in Berlin und Umgebung aufgehalten hat, bin ich also zum 1. Oktober 2016 für meinen ersten Einsatz ins thüringische Gotha gezogen. Doch bevor es richtig an diesem Standort losging, besuchte ich an meinem Abreisetag die Einführungsveranstaltung in der Konzernzentrale von HELIOS in Berlin. Aufgeregt, erwartungsfroh und abreisefertig stand ich um 12:00 Uhr mit drei weiteren HELIOS-Neulingen in der Friedrichstraße, wo wir herzlich von unserer Betreuerin willkommen geheißen wurden. Bei Getränken und Snacks wurden wir, nun als Mitarbeiter, in die HELIOS-Welt eingeführt. Es war eine nette, gemütliche Runde, in der wir die Möglichkeit hatten, letzte Fragen zu klären und in der uns das Gefühl mitgegeben wurde, wirklich in guten Händen zu sein.

Bepackt mit der neuen Ausrüstung und einem großen Rucksack voll Vorfreude saß ich um 17:30 Uhr im Zug Richtung Gotha. Hier würde ich die vorgesehene dreimonatige Hospitation absolvieren, in welcher ich die Möglichkeit erhalten sollte, den Krankenhausalltag von der Pike auf kennenzulernen. Diese drei Monate sollten sich als eine unvergessliche Zeit herausstellen, in der ich prägende Momente erleben durfte: Zum einen durchlief ich die medizinischen Abteilungen. Dazu gehören beispielsweise verschiedene Stationen, der Funktionsdienst, das Ambulanzzentrum oder die Notfallambulanz. Zum anderen lernte ich ebenfalls die nicht-medizinischen Abteilungen kennen, wie die Reinigung, die Küche, die Finanzbuchhaltung oder die IT-Abteilung. Ausnahmslos in jeder Abteilung wurde ich freundlich und interessiert aufgenommen. Ich erhielt die Gelegenheit, ausreichend Fragen zu stellen und natürlich selbst richtig mit anzupacken. Es war beeindruckend - dennoch nichts für schwache Nerven. Über die ganze Zeit hinweg erhielt ich zusätzlich die Möglichkeit, bereits in die Personalabteilung des Klinikums hinein zu schnuppern. So habe ich mich neben dem Krankenhausalltag vor allem im Bewerbermanagement nützlich machen können. Jedoch auch andere Themen wie die Wahl eines Aufsichtsrates oder die Umstellung von internen Systemen durfte ich begleiten.

Diese drei Monate verflogen im Nu, sodass ich mich schon bald in Wiesbaden bei meinem ersten Facheinsatz wiederfinden konnte. Hier lerne ich seit Januar die Personalarbeit noch einmal ganz anders kennen. Ich habe meinen eigenen Mitarbeiterkreis zugewiesen bekommen und betreue diese von A bis Z. Darüber hinaus setze ich mich mit dem Projekt „neue Entgeltordnung TVöD für den Bereich der VKA“ auseinander. Ziel ist es, die Überleitung in diese neue Entgeltordnung aller Mitarbeiter des Maximalversorgers umzusetzen. Meine Aufgaben beinhalten hier beispielsweise die Überprüfung von Arbeitsplätzen, das Schreiben von Funktionsprofilen, das Erstellen von Präsentationen sowie die Prüfung und Bearbeitung von Höhergruppierungsanträgen der Belegschaft.

"Alles in allem lerne ich hier jeden Tag Neues dazu, meine Lernkurve ist mehr als steil."

Dafür ist auch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat notwendig. Jeden Freitag findet zu diesem Thema ein ca. 2,5-stündiges Meeting mit dem Betriebsrat, der Pflegedienstleitung und der Personalabteilung statt. Bei diesem Termin wird gemeinschaftlich nach für alle Seiten befriedigenden Entscheidungen gesucht, die dann konsensual getroffen werden. Um eine positive Zusammenarbeit gewährleisten zu können, ist Transparenz für alle Seiten entscheidend. Um diese sicherstellen zu können, wird zum einen während dieses Termins offen miteinander kommuniziert, zum anderen zählt ebenso zu meinen Aufgaben, den Betriebsrat innerhalb der Woche über Veränderungen auf dem Laufenden zu halten. Alles in allem lerne ich hier jeden Tag Neues dazu, meine Lernkurve ist mehr als steil.

Über beide meiner Einsätze hinweg macht sich das Netzwerk der Trainees untereinander stark bemerkbar. Innerhalb des Fachbereiches ist durch eine WhatsApp-Gruppe ein unkomplizierter Austausch stets gewährleistet. Ob es um die nächsten „Wissen und Lernen“-Treffen geht, um fachliche Tipps oder einfach zum privaten Austausch. Man kann sich immer aufeinander verlassen, auch wenn man in ganz unterschiedlichen Kliniken quer durch Deutschland im Einsatz ist. Doch auch zu den schwerpunktfremden Trainees, die am selben Standort eingesetzt sind, habe ich Kontakt. Gemeinsame Mittag- und Abendessen stehen regelmäßig auf dem Programm. Hier hat man die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen, Erlerntes weiter zu geben und einfach Spaß zusammen zu haben. Es wird ein sehr freundschaftlicher Umgang miteinander gepflegt. Nicht zuletzt lernt man sich auch durch gemeinsame Seminare in der Zentrale in Berlin und in den dazugehörigen Abendveranstaltungen kennen, die alle Trainees im Laufe ihres Programms absolvieren.

So steht man sogar über die Grenzen der Kliniken und der verschiedenen Programme hinweg im Austausch miteinander. Während meiner Zeit in Gotha bin ich beispielsweise mit den anderen Trainees und einem Absolventen des Assistentenprogramms nach Erfurt zum Regional-Trainee-Treffen gefahren. Nach einer Führung durch das Klinikum in Erfurt haben wir den Abend auf dem Weihnachtsmarkt ausklingen lassen.

Abschließend kann ich euch nur eines sagen: Es lohnt sich hartnäckig zu bleiben!

 

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Kommentare

  • Sladjan Lazic

    schrieb am 20.07.2017

    Hallo Theresa und vielen Dank für den tollen Kommentar.

    Ein erstaunlicher Werdegang, vollgespickt mit neuen Erfahrungen und jede Menge Insights. Würde mich über weitere Artikel zu deinem Karriereweg freuen.

    Alles Gute und immer hartnäckig bleiben. ;-)

    Viele Grüße
    Sladjan Lazic

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