Trainee in der Medizintechnik bei Helios

Servus, mein Name ist Marco und im April 2017 verschlug es mich für ein 24-monatiges Traineeprogramm im Bereich Medizintechnik bei Fresenius Helios von meinem Heimatland Österreich nach Deutschland. Grundstein für meine Entscheidung, mich dem Klinikwesen zuzuwenden, legte eine Exkursion während meines Studiums der Biomedizinischen Technik an der Technischen Universität in Graz. Beim damaligen Ausflug ins AKH (Allgemeines Krankenhaus) Wien, eines der größten Krankenhäuser Europas, bei dem ich die gesamte (medizin-)technische Infrastruktur des Klinikums zu sehen bekam und welche eigentlich schon an sich beeindruckte, imponierte mich jedoch vor allem der Aufwand, der betrieben wird, um die Funktionalität dieser (Medizin-)Technik rund um die Uhr (!) zu gewährleisten. Zudem bestärkten mich dann noch Praktika in zwei unterschiedlichen österreichischen Krankenhäusern in meiner Berufswahl. Einzig und allein die Erfüllung meiner Vorstellung sowohl im Krankenhauswesen als auch gleichzeitig in einem internationalen Konzern tätig zu sein – der Wunsch bestand seit jeher – bereitete mir noch etwas Kopfschmerzen. Aber es brauchte nicht lange, um die Brücke zwischen der bereits bekannten Fresenius Vamed, welche die technische Betriebsführung des AKH Wiens verantwortet, und ihrer Schwester Fresenius Helios zu schlagen. Nachdem ich anschließend Kontakt zu einem damaligen Trainee aufnahm, um mich über das Traineeprogramm – welches ich im Allgemeinen schon immer als eine hervorragende Variante des Jobeinstiegs ansah – zu informieren, gab es keine Zweifel mehr. Von mir aus, Goodbye Österreich!

Als dann nach einer relativ langen Bewerbungsphase (Online-Wissenstest, Telefoninterview, persönliches Gespräch) schlussendlich die Jobzusage eintraf, lautete mein erster und bis dato einziger Einsatzort Helios Kliniken Schwerin.

Im Maximalversorger absolvierte ich sowohl die Hospitation als auch meinen ersten Facheinsatz in der Abteilung für Medizintechnik. Während der 3-monatigen Hospitationsphase bekommt man einen überaus hilfreichen Einblick in die Aufgaben und Probleme der verschiedensten Berufsgruppen und entwickelt demnach auch ein entsprechendes Verständnis für die jeweiligen Bereiche. Des Weiteren versteht man hinterher die Schnittstellen zwischen den einzelnen Abteilungen, vor allem jene zur eigenen. Dieses Wissen sollte mir wenig später bereits in der Praxis nützlich sein, nachdem ich eine Wirtschaftlichkeitsanalyse zweier Elektrochirurgiegeräte durchführen sollte und hierzu den Einkauf und den OP miteinbeziehen musste. Ein anderes hausinternes Thema, welches ich beispielsweise bearbeitete, drehte sich um die Durchsicht und Bewertung aller Serviceverträge für Laborautomaten/-geräte. Darüber hinaus gab es auch regionale Aufgaben, die ich unterstützen durfte. Hierzu zählte unter anderem die Wirtschaftsplanung für das Jahr 2018. Dabei wurde für jede Klinik in der Region eine Planungsdatei erstellt, welche die jeweilig beabsichtigten MT-Investitionen für das kommende Jahr enthielt. Nachdem für die finale Version eine Abstimmung mit den entsprechenden Klinikgeschäftsführern bzw. Medizintechnikleitern vor Ort nötig war, lernte ich zugleich den gesamten Norden Deutschlands – von Cuxhaven bis Stralsund – etwas besser kennen.

Momentan bin ich gerade dabei, die Umsetzung des Laserschutzes in den einzelnen Kliniken zu analysieren, um in weiterer Folge ein konzernweites, einheitliches Konzept bezüglich des Umgangs mit diesem Thema zu entwickeln. Dabei kommt mir meine zusätzliche Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten für medizinische Anwendungen merklich zugute. 

Besonders spannend und lehrreich finde ich ferner die regelmäßigen, gemeinsamen Treffen mit den Traineekollegen, einerseits mit jenen des eigenen Schwerpunkts und andererseits auch mit fachfremden im Rahmen des Seminars „Wissen und Lernen im Netzwerk“. Bei Letzterem kommen demnach Trainees aus den Bereichen Medizintechnik, IT und Einkauf & Logistik – aufgrund der etlichen gemeinsamen Schnittstellen – zusammen, um ihre Erfahrungen, Probleme und Projektstände auszutauschen. Neben den zahlreichen anderen Seminaren wie z. B. Projektmanagement oder Präsentationstraining bot sich mir im November außerdem die Möglichkeit, an der MEDICA in Düsseldorf, der weltweit größten Medizin-Messe, teilzunehmen. Unzählige interessante Gespräche mit Medizintechnik-Herstellern aus aller Welt und zig gewonnen Eindrücken betreffend neuer, innovativer Technologien, machten die drei Tage für mich zu einer außerordentlich informativen und aufschlussreichen Fort- und Weiterbildungsveranstaltung.

Damit es mir abseits der Arbeit nicht langweilig wird, habe ich mir kurz nach der Ankunft in Schwerin eine Fußballmannschaft gesucht, mit der ich meine Leidenschaft für den Sport teilen kann. Auch die Tatsache, mal mit Leuten außerhalb der Krankenhausmauern in Kontakt zu sein, bringt eine angenehme Abwechslung. Andererseits gab es aber auch immer wieder Veranstaltungen mit ausgesprochen netten Kollegen wie einen Wandertag, eine Bootstour, mehrere Grillabende oder das Helios Mitarbeiterfest, die ich allesamt sehr genossen habe.

Zusammenfassend kann ich festhalten: Wenn man selbst lenken möchte, in welchen Bereichen zusätzliche Kompetenz oder spezielles Wissen aufgebaut werden soll, um schließlich bestens für seine spätere Wunschposition vorbereitet zu sein, ist das Traineeprogramm bei Helios die absolut richtige Wahl. Wer obendrein Lust dazu hat, in kürzester Zeit viele unterschiedliche Strukturen, Prozesse, Arbeitsweisen oder Führungsstile kennenzulernen, um für sich daraus die besten herauszufiltern bzw. abzuleiten, sollte seine Bewerbungsunterlagen schon mal vorbereiten. Was mir abschließend persönlich noch außerordentlich gut am Programm gefällt ist der Fakt, dass kein Tag dem anderen gleicht. Mal ist es das operative Tagesgeschäft, mal ein Projekt, mal ein Tag im Büro, dann wieder irgendwo vor Ort, sei es lokal, regional oder zentral. Demzufolge: Abwechslung ist mehr als garantiert!

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