Nice to meet you, FMC North America!

Mein Name ist Natalie Glaser und ich absolviere gerade meinen Auslandspraxiseinsatz im „Center for Leadership and Professional Development (CLPD)“ in Waltham, Massachusetts - praktischerweise nur zwanzig Minuten von Boston entfernt  ̶  bei Fresenius Medical Care North America (Yay!).

Seit ich im August 2013 als dual Studierende bei Fresenius gestartet bin, stand für mich fest, dass ich die Bezeichnung meines Studiengangs, “International Business”, unbedingt in die Tat umsetzen möchte. Diese Tatsache in Verbindung mit meinem Wunsch, für einige Zeit in den USA zu leben und die Kultur kennenzulernen, machte die Standortsuche für einen möglichen Auslandseinsatz für mich recht einfach. Wunschdenken und Realität waren aber wie in vielen anderen Bereichen des Lebens auch hier erst einmal weit voneinander entfernt.

Ein Auslandseinsatz während des dualen Studiums bei Fresenius ist möglich. Es ist sehr viel Eigeninitiative gefragt: viel organisatorischer Aufwand, aufwändiges Netzwerken und letztendlich sind auch administrative Aufgaben wie das Recherchieren von Visa-Voraussetzungen notwendig, um schließlich das „Go!“ zu erhalten und die Flüge buchen zu können.

Vor Ort angekommen, wurde ich von meinen neuen Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich in die CLPD-Familie aufgenommen. Mein erster Tag begann mit einer zweistündigen Führung durch das Gebäude. Nach ca. 200 geschüttelten Händen, „Nice to meet you's“ und genau so vielen Namen, hatte ich das Gefühl, dass ich nach all den Johns, Jims, Steves, Wendys und Sandras wohl niemals in der Lage sein würde, die Kollegen mit dem richtigen Namen ansprechen zu können. Nach kurzer Zeit gelang es mir jedoch, alle Gesichter den Namen richtig zuzuordnen. Woran ich mich wohl auch nach all der Zeit immer noch nicht gewöhnt habe ist, dass man hier auch die Top Executives mit einem lässigen „Hi, Ron – how are you today?“ begrüßt.

Insgesamt habe ich hier die Möglichkeit, Einblicke in viele spannende Projekte im Bereich der Nachfolgeplanung (Succession-Planning) und der Trainingsstruktur und  -organisation zu erhalten. So durfte ich beispielsweise bei der Auswertung und strategischen Nachbereitung von Talent Reviews und Talent Assessments mitarbeiten und habe dadurch einen sehr breiten Einblick in die Organisationsstruktur unserer amerikanischen Tochtergesellschaft bekommen. Da ich bereits bei Fresenius in Bad Homburg im Bereich der Personalentwicklung gearbeitet habe, ist das Kennenlernen der Unterschiede und Gemeinsamkeiten in diesem Bereich besonders spannend und lehrreich für mich.

Neben den spannenden beruflichen Einblicken macht dieser Auslandseinsatz auch außerhalb der Arbeitszeit unglaublich viel Spaß. Boston ist eine außerordentlich sportbegeisterte Stadt, mit Mannschaften in allen (für Amerikaner wichtigen) Sportarten, die alle in den letzten Jahren mehrere Meisterschaften gewonnen haben. Somit ist der Besuch der Sportevents quasi Pflichtprogramm (Go Celtics!). Wenn man es geschafft hat, sich an die teilweise sehr extremen Wetterbedingungen zu gewöhnen (einen Temperaturumschwung von -22 Grad Celsius zu +10 Grad Celsius in weniger als 48 Stunden war für mich jedenfalls eine Premiere), ist man wohl endgültig in Boston bzw. Massachusetts angekommen. Nicht zu vergessen ist die besondere Atmosphäre rund um den Harvard-Campus. Ich habe das Glück, relativ nah an besagtem Campus zu wohnen (auch das MIT ist nicht weit entfernt) und somit die Chance, bei schönem Wetter eine Runde um die aus Hollywood-Blockbustern bekannten Gebäude zu joggen.

Insgesamt kann ich sagen, dass das Zusammenspiel aus interessanten beruflichen Projekten und dem urbanen, aufregenden Leben in der Greater Boston-Area diesen Praxiseinsatz zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben und immer noch machen. Und so kommt es, dass ich in knapp zwei Wochen wohl mit einem lachenden und einem weinenden Auge meine Wahlheimat verlassen werde, um mein Studium in Deutschland fortzusetzen.

Mein Fazit: Wer den organisatorischen Aufwand vorab und die damit verbundene eigenständige Organisation nicht scheut, sollte die Energie auf jeden Fall investieren und versuchen, solch einen Auslandseinsatz zu realisieren. Denn ich kann sagen: Es ist jeden Aufwand wert!

See you soon, Germany!

 

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