Gesundheit und Management: Unser Praxiseinsatz in der DKD Helios Klinik

Hallo zusammen,

wir, Rebekka und Alexandra (v. links n. rechts), sind dual Studierende von Fresenius und studieren im 3. Studienjahr BWL - Gesundheitsmanagement an der DHBW in Lörrach. Da in unserem Studium Vorlesungsthemen wie Klinikmanagement oder Krankenhausfinanzierung an der Tagesordnung stehen, haben wir die Chance bekommen, eine Praxisphase bei der DKD HELIOS Klinik in Wiesbaden zu absolvieren. So konnten wir einen Einblick in den Alltag einer Klinik bekommen – was etwas ganz anderes im Vergleich zu den betriebswirtschaftlichen Vorlesungen an der dualen Hochschule war. Unsere sechswöchige Praxisphase teilte sich in ein Pflegepraktikum und einen Einsatz in der Klinikverwaltung auf.

Das Gefühl, kranken Menschen zu helfen, war für uns das Beste an diesem Einsatz.

In der Pflege tauschten wir Gleitzeit gegen Schichtdienst, Büro-Outfit gegen Schwesternkleidung und PC gegen medizinische Messgeräte. Dabei unterstützten wir die IMC-Station (Intermediate Care). Das ist eine Art Zwischenstation zwischen Intensiv- und Normalstation. In der Regel begann der Tag mit den täglichen Messungen der Patientenwerte wie Blutzucker oder Temperatur. Anschließend wurden die bettlägerigen Patienten gewaschen und zur Druckentlastung sowie zur Vermeidung von Folgeschäden gelagert. Patienten zu verschiedenen Untersuchungen wie zu einem MRT (Magnetresonanztomographie) oder zum Ultraschall zu fahren, gehörten ebenfalls zu den wiederkehrenden Aufgaben. Wenn neue Patienten eintrafen, mussten diese in ihre Zimmer begleitet und mittels verschiedener Dokumente, wie z. B. einem Stammdatenformular, aufgenommen werden. Anschließend begannen die anstehenden Untersuchungen. Die Arbeitsatmosphäre war jederzeit angenehm, auch wenn es manchmal durch Notfälle oder Ähnlichem stressig wurde. Die Kollegen nahmen sich Zeit für unsere Fragen und für die Einweisung in neue Aufgaben. Dadurch fühlten wir uns rundum gut betreut.

Für weitere Anliegen der Patienten standen wir ebenfalls zur Stelle. Die Schicht endete für uns mit der Übergabe an das Pflegepersonal der folgenden Schicht. Durch die abwechslungsreichen Aufgaben verging die Zeit des Pflegepraktikums wie im Flug. Weil uns die Patienten mit „Schwester“ ansprachen, waren wir gefühlt vollkommen im Beruf des Pflegepersonals angekommen. Die Praxisphase hat uns eindrücklich gezeigt, wie der Alltag der Pflegekräfte aussieht, vor dem wir großen Respekt haben. Die Arbeit ist körperlich anstrengend und manche Schicksale sind sehr berührend. Aber es ist auch schön zu sehen, wie dankbar Patienten für die entgegengebrachte Hilfe sind. Das Gefühl, kranken Menschen zu helfen, war für uns das Beste an diesem Einsatz.

Die anderen drei Wochen verbachten wir in der Krankenhausverwaltung. Den größten Teil dieser Zeit waren wir in der Personalabteilung eingesetzt. Alle Arbeiten mit Bezug zum Personalmanagement, angefangen beim Personalcontrolling über das Bewerbermanagement, die Gehaltsabrechnung bis hin zum Personalmarketing, werden von einer Abteilung ausgeführt. Wir konnten das Team unter anderem bei der Vertragserstellung, der Urlaubs- und Überstundenerfassung, der Ablage, der Post und anderen Organisationstätigkeiten unterstützen. Bei diesem Praxiseinsatz durften wir eigene kleine Projekte übernehmen, die die Prozesse der Abteilung verbessern oder die Arbeit unserer Vorgesetzten erleichtern. Nennenswerte Beispiele diesbezüglich sind die Konzipierung und Erstellung eines Orientierungsheftes für neue Mitarbeiter oder die Anfertigung neu strukturierter Formulare für verschiedene Prozesse.

Es war interessant zu sehen, dass viele Vorgänge anders als im Personalwesen anderer Unternehmensbereiche ablaufen. Beispielweise erfolgt die Urlaubsbeantragung oder Überstundenerfassung via „Zettel“ und nicht über ein Portal oder eine Stechuhr. Dies ist aufgrund von Betriebsvereinbarungen notwendig. Zudem werden verstärkt andere Berufsgruppen (etwa Ärzte und Pflegekräfte) betreut, wodurch wir neue Arbeitsabläufe und Systeme kennengelernt haben.

Neben den Erfahrungen im Personalwesen hatten wir die Möglichkeit, Einblicke in die Bereiche Patientenkoordination und Geschäftsführung zu bekommen. Bei einem Ein-Tages-Einsatz in der Patientenkoordination haben wir verschiedene Stationen durchlaufen, welche bei der Aufnahme der Patienten relevant sind. Zunächst konnten wir am Empfang die ankommenden Patienten leiten und daraufhin in der Telefonzentrale die verschiedenen Anliegen der Patienten oder deren Angehörigen koordinieren. Nachmittags haben wir uns mit der stationären Aufnahme und der Abwicklung der Patientenchecks beschäftigt. Bei den Check-ups, die eine Kombination von aufeinander abgestimmten fachärztlichen Untersuchungen beinhalteten, konnten wir die ersten Aufgaben bereits selbstständig erledigen. Dazu zählten das Abstimmen von Terminen sowie eine sinnvolle Koordination der einzelnen Untersuchungen und die Bereitstellung der jeweils notwendigen Unterlagen für den Patienten.

Das gesamte Team war zu jeder Zeit sehr geduldig und stand uns bei jeder Frage mit Rat und Tat zur Seite. Die Aufgaben in der Geschäftsführung haben uns eine gute Übersicht über die Klinik und deren Mitarbeiter verschafft. Insgesamt haben wir uns in der DKD sehr wohl gefühlt und konnten viele wertvolle Erfahrungen sammeln.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen bedanken, die uns diesen Einsatz ermöglicht und uns währenddessen tatkräftig unterstützt haben.

Übrigens: Aktuell haben wir den Studiengang Bachelor of Arts – BWL - Gesundheitsmanagement (m/w) wieder für 2018 ausgeschrieben. Hier geht es zur Stellenausschreibung!

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