What's Your Job, Dr. John Heppe?

Wie sehen Jobs bei Fresenius aus und was machen unsere Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit? Welchen fachlichen Hintergrund muss man als Bewerber mitbringen und woher weiß man, dass man zum Unternehmen passt? „What’s Your Job“ basiert auf einer Art Steckbrief von einzelnen Mitarbeitern und ihren Tätigkeiten. Hiermit möchten wir einen Einblick in den Arbeitsalltag in unserem Unternehmen geben und zeigen, welche vielfältigen Aufgabenbereiche im Gesundheitskonzern Fresenius möglich sind.

Im folgenden Job-Profil stellt sich Dr. John Heppe, Gruppenleiter Produktionstechnologie bei Fresenius Medical Care vor.

Wie ist Ihre Positionsbezeichnung, in welcher Abteilung sowie in welchem Unternehmensbereich und Standort arbeiten Sie?

Position: Gruppenleiter Produktionstechnologie
Abteilung: Technologieentwicklung im Bereich Global Manufacturing and Quality (GMQ)
Unternehmensbereich: Fresenius Medical Care
Standort: St. Wendel / Saarland

Was ist Ihr Job bei Fresenius in fünf Stichpunkten?

  • Entwicklung von Produktionsprozessen
  • Verifizierung von Technikumsanlagen
  • Projektierung von Sondermaschinen zur Herstellung von Medizinprodukten / Arzneimitteln
  • Automatisierung bestehender Prozesse
  • Technologietransfer mit anderen Produktionsstandorten

Was haben Sie studiert bzw. welche Ausbildung und ggf. Zusatzqualifikationen haben Sie?

Von der Ausbildung bis hin zur Promotion habe ich immer mit Fresenius Medical Care in Verbindung gestanden. 1999 begann ich meine Ausbildung als Industriemechaniker mit der Fachrichtung Geräte- und Feinwerktechnik am Standort in St. Wendel. Danach habe ich dort im Werk zunächst Berufserfahrung gesammelt und anschließend sowohl im Bachelor als auch im Master Mechatronik studiert. Anschließend habe ich im Bereich Biomechatronik in Kooperation mit Fresenius Medical Care meine Promotion abgeschlossen.

An welchem Projekt bzw. an welchen Themen arbeiten Sie momentan?

Zurzeit arbeite ich an der Implementierung einer Anlage zur Abfüllung großvolumiger APD-Beutelsysteme am Standort Knoxville in den USA. Dies beinhaltet im Einzelnen:

  • das Design der Anlage (Taktzeiten, Schnittstellen, Anforderungen),
  • die Begleitung der Konstruktion sowie der Inbetriebnahme, FAT (Factory Acceptance Test),
  • die Begleitung der Installation, SAT (Site Acceptance Test) und
  • das Sicherstellen der Produktivität.

Inwiefern hat Ihre Ausbildung etwas mit Ihrer aktuellen Tätigkeit zu tun – oder auch nicht?

Der Aufbau von hochautomatisierten Produktionsanlagen erfordert die Zusammenarbeit von Teams. Dabei arbeiten Personen mit verschiedenen Fachrichtungen, z. B. Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, etc. und auch verschiedener Funktionen, z. B. Monteure, Programmierer, Meister, etc. zusammen. Durch das schrittweise Heranwachsen an den Ingenieursberuf, dazu gehört meine Ausbildung und Arbeit als Mechaniker genauso wie das Studium inkl. der Arbeit im Unternehmen, sind mir die Arbeitsinhalte der einzelnen Funktionen und der einzelnen Fachrichtungen sehr vertraut. Daher kann ich sagen, dass meine Ausbildung in engem Zusammenhang zu meiner heutigen Tätigkeit steht.

Was für einen Arbeitsplatz haben Sie?

Das ist stark abhängig von den einzelnen Projektphasen. Bei der Auslegung einer Anlage findet meine hauptsächliche Arbeit am Schreibtisch statt. Arbeite ich an Versuchsanlagen, halte ich mich im Technikum auf. Bei der Inbetriebnahme von Anlagen bin ich extern unterwegs und bei der Installation von Anlagen bin ich in der Produktion vor Ort, d. h. entweder an meinem Heimatstandort in St. Wendel oder an anderen Standorten. All das macht meine Arbeit sehr abwechslungsreich.

Welche persönlichen Eigenschaften kommen Ihnen bei Ihrem Job zu Gute?

Fresenius Medical Care und unsere Produkte sowie Dienstleistungen stehen für hohe Qualität. Ich habe diesen Anspruch auch an meine Arbeit und bringe ein hohes Qualitätsbewusstsein mit. Meine Objektivität und mein Interesse an Technik runden mein Profil als Ingenieur ab.

Auf welche Erfahrung, Geschichte, welches Projekt, Erlebnis oder welche Aufgabe bei Fresenius sind Sie stolz?

Seit September 2017 beteiligt sich Fresenius Medical Care in St. Wendel an einem Programm zur sprachlichen, kulturellen und fachlichen Qualifizierung ausländischer Ingenieure, das von der htw saar initiiert wurde. Es beinhaltet neben Sprach- und Fachkursen an der Hochschule auch Praxiseinsätze im Unternehmen. Im Rahmen dieses Programms haben wir zurzeit eine Ingenieurin bei uns im Werk, die erst vor Kurzem aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Dass wir sie aktiv dabei unterstützen, hier Fuß zu fassen, damit sie zukünftig ein besseres Leben führen kann, gibt mir ein gutes Gefühl und macht mich auch ein wenig stolz.

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