What´s Your Job, Manuel Hägele?
Interview |

10. Februar 2026

Wie bringt man globale HR-Systeme erfolgreich an den Start? Was macht internationale Projektarbeit so spannend? Und warum ist die Gesundheitsbranche der perfekte Ort für den Berufseinstieg? Manuel Hägele ist Manager People Systems Portfolio Management bei der Fresenius SE und berichtet von seinem Weg zu und seinen Aufgaben bei Fresenius.

„Es macht großen Spaß, mit so vielen motivierten und intelligenten Menschen zusammenzuarbeiten.”
Manuel Hägele,Manager People Systems Portfolio Management
Manuel, was steht auf deiner Visitenkarte und was sind deine Aufgaben?

Mein Jobtitel ist Manager People Systems Portfolio Management – dahinter verbergen sich vielschichtige Aufgaben. People Systems bezieht sich auf die Systeme, die wir als HR-Abteilung einsetzen. Und Portfolio Management beinhaltet hauptsächlich Projektmanagement unterschiedlicher Projekte zur Einführung von HR-Software, insbesondere ServiceNow und Workday.

Kannst du das an ein paar Beispielen näher erläutern?

ServiceNow ist ein Ticketing-Tool mit Knowledge Bases. Es soll der erste Begegnungspunkt für Mitarbeitende sein, wenn sie eine Frage haben – beispielsweise zu Vergütung, Elternzeit, Mutterschutz und ähnlichen Themen. Man kann dort wie in einer Suchmaschine suchen, bekommt Wissensartikel angezeigt oder kann direkt Anfragen stellen. Bisher haben wir ein sehr fragmentiertes System – Mitarbeitende rufen bei HR an, schauen im Intranet nach oder fragen eine Kollegin oder einen Kollegen. ServiceNow hingegen soll eine zentrale Plattform werden, auf der die Mitarbeitenden alles an einer Stelle finden. Ich arbeite im Project Management Office, unterstütze also das Projektmanagement im Hintergrund. Beispielsweise schreibe ich Protokolle oder organisiere Meetings, Workshops etc. Ich versuche alle Fäden zusammenzuhalten, tracke Meilensteine und schaue, ob es Risiken oder Abhängigkeiten im Projekt gibt.

Was findest du an deiner Aufgabe so spannend?

Ich mag die Abwechslung. Jeder Tag bringt neue Challenges, für die wir versuchen eine Lösung zu finden. Ich habe Personalmanagement mit den Schwerpunkten internationales Personalmanagement und Digitalisierung studiert – und jetzt mache ich genau das: Ich arbeite mit Kolleginnen und Kollegen von überall auf der Welt, und das Thema ist natürlich sehr von Technologie bestimmt. Ich arbeite einfach an den Themen, die mich interessieren und spannend finde.

Besonders gut gefällt mir auch, dass es eine ServiceNow University gibt, wo man sich komplett kostenlos weiterbilden kann mit richtig gut gemachten E-Learnings, Videos und interaktiven Elementen. Ich finde es klasse, dass ich mich on the Job noch weiterbilden kann. Außerdem lerne ich auch sprachlich noch sehr viel, weil ich davor nicht so viel auf Englisch gearbeitet hatte. Die Abteilung ist eigentlich erst seit diesem Jahr so richtig in Arbeit, wir sind noch in der Aufbauphase mit viel Potenzial.

Was macht dein Team aus?

Unser Team besteht aus meiner Chefin Mary Johnson aus den USA und mir im Portfolio Management. Dazu kommt noch ein Workday-Systemarchitekt. Die allermeisten Meetings sind international, ich arbeite mit Menschen aus Deutschland, England, Polen und den USA zusammen. Meine Chefin ist sehr leidenschaftlich und motiviert, unsere Projekte voranzutreiben, sie will wirklich etwas bewegen. Noch dazu ist sie sehr direkt und offen, was ich gut finde. Wenn man eine Einschätzung oder Meinung braucht, wird sie mir das direkt sagen. Es macht mir großen Spaß mit so vielen motivierten und intelligenten Menschen zusammenzuarbeiten, und die Wertschätzung durch meine Führungskraft und meine Kolleginnen und Kollegen finde ich richtig toll.

Was ist dein beruflicher Background, wie bist du zu Fresenius gekommen?

Ich habe zuerst eine Ausbildung als Industriekaufmann bei einem Automobilzulieferer gemacht und ein halbes Jahr als Personalsachbearbeiter gearbeitet. Das weckte mein Interesse an der Personalarbeit. Danach habe ich meine Fachhochschulreife nachgeholt und mich für ein duales Studium BWL Personalmanagement an der DHBW Lörrach entschieden. Fresenius war meine erste Wahl, weil ich sowohl aus dem Automobilsektor als auch aus meiner Heimat mal wegwollte. Ich wünschte mir einen größeren Konzern, auch wegen der Sicherheit und Übernahmemöglichkeiten. Während des dualen Studiums wechselte ich durch die Abteilungen und lernte so viele Perspektiven kennen. Ich war in den verschiedenen HR-Abteilungen der Fresenius-Geschäftsbereiche und habe sogar einmal zwei Wochen als Krankenpfleger bei Helios in Berlin gearbeitet. Das war total spannend, mal zu sehen, wie Fresenius sein Geld verdient.

„Ich mag die Abwechslung. Jeder Tag bringt neue Challenges, für die wir versuchen eine Lösung zu finden.”
Manuel Hägele,Manager People Systems Portfolio Management
Was würdest du einem Freund/einer Freundin sagen - was sind gute Gründe, bei euch mitzuarbeiten?

An erster Stelle ist Fresenius natürlich ein sinnstiftender Arbeitgeber. In der Gesundheitsbranche versuchen wir, das Leben von Menschen, denen es nicht so gut geht, zu verbessern. Auch wenn ich in der Personalabteilung keine lebensrettenden Produkte entwickle, so helfe ich doch dabei, die Menschen einzustellen, die das tun. Die Gesundheitsbranche ist auch eine sichere, nicht zyklische Branche – das ist mir wichtig und gerade aktuell viel wert. Gleichzeitig steht sie im Umbruch, also wird es nicht langweilig. Fresenius gibt mir Sicherheit, coole Benefits, und die Kantine ist richtig gut. Ich mag meine Kolleginnen und Kollegen, wir haben eine tolle Arbeitsatmosphäre.

Was macht dich stolz?

Ich freue mich, dass ich einen Bereich gefunden habe, in dem es mir Spaß macht zu arbeiten – das Internationale und Digitale finde ich ziemlich cool. Ich bin stolz darauf, dass ich meinen Bachelorabschluss ziemlich gut geschafft habe und mein Wissen jetzt einsetzen kann. Vor einem Jahr hätte ich mir nicht vorstellen können, international in so einem Projekt zu arbeiten mit einer Chefin in Amerika. Die ersten Wochen dachte ich: „Oh, das ist alles ganz schön kompliziert!“, aber nach ein paar Wochen merkte ich, dass ich es ganz gut hinkriege. Man hat eine hohe Lernkurve, und ich stolz darauf, dass ich das bewältigt und in meiner ersten beruflichen Station bisher ziemlich gutes Feedback bekommen habe.

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