Spannende Projekte, breiter Überblick, individuelle Förderung: IT-Trainees bei Fresenius Netcare berichten

Was das Traineeprogramm bei Fresenius Netcare von anderen unterscheidet.

Zwei Jahre lang durchlaufen Trainees bei Fresenius Netcare verschiedene Projekte und erhalten so tiefe Einblicke ins Unternehmen. Fünf aktuelle und ehemalige IT-Trainees berichten von ihrem Einstieg, den Weiterbildungsmöglichkeiten und ihren täglichen Projekten.

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit für ein Interview über den Berufseinstieg bei Fresenius Netcare genommen habt. Könnt ihr euch zu Beginn vielleicht kurz vorstellen?

Maurice André: Mein Name ist Maurice André, ich bin im Januar 2017 als Trainee bei Fresenius Netcare gestartet. Ich war der erste IT-Trainee des CCBP Traineepool bei der Netcare und zunächst im Shared Service Center Projekt bei Fresenius Kabi eingesetzt. Anschließend bin ich zwischen verschiedenen Projekten rotiert. Seit Januar 2019 bin ich fest als IT-Consultant tätig und wähle inzwischen selbst IT-Trainees mit aus.  

Martyna Kulak: Ich bin Martyna Kulak und seit Januar 2018 IT-Trainee des CCBP Traineepool. Zum Beginn meiner Traineezeit habe ich eng mit dem Maurice zusammengearbeitet. Damit habe ich einen sehr guten Einstieg bekommen. Ich konnte nach und nach immer mehr Aufgaben übernehmen. Im April 2018 durfte ich dann das Thema Robotic Process Automation betreuen.

Sinan Yildirim: Hi, mein Name ist Sinan Yildirim. Ich bin als dritter Trainee dazugestoßen. Mein Traineeprogramm startete bei Global Business Services (GBS) bei Fresenius Kabi und führt durch mehrere Abteilungen. Meine zweite Station ist jetzt das Controlling.

Nico Kück: Mein Name ist Nico Kück und ich bin seit Mai 2018 Trainee bei Fresenius Netcare. Ich bin zusammen mit Martyna derzeit hauptsächlich im Robotics-Thema involviert.

Yan Liu: Hallo, mein Name ist Yan Liu. Ich habe im Oktober 2018 angefangen, bin also die Neueste hier.

Was habt ihr studiert, und hattet ihr bestimmte Schwerpunkte während des Studiums?

Maurice André: Ich habe Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Informationslogistik im Bachelor studiert. Vor meinem Studium habe ich eine klassische Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht.

Yan Liu: Ich habe BWL und VWL studiert. Während des Studiums habe ich kaum etwas mit IT zu tun gehabt, aber ich habe danach ein Praktikum in München gemacht. Dort habe ich mir einiges IT-Wissen angeeignet.

Martyna Kulak: Ich habe mich schon während meiner Schulzeit für IT interessiert und dann Wirtschaftswissenschaften im Bachelor studiert. Mein Schwerpunkt war Marketing und Management und hatte aber einen Einblick in die IT im Modul Wirtschaftsinformatik bekommen.

Sinan Yildirim: Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen im Bachelor und im Master studiert und Informatik hatte mich durchgehend als ein Schwerpunkt begleitet. IT fand ich schon immer interessant, insbesondere die neuen Themen in den Bereichen der Automatisierung oder der künstliche Intelligenz.

Nico Kück: Ich bin auch Wirtschaftsingenieur und hatte im Bachelor den Schwerpunkt Produktionstechnik. Im Master habe ich mich mit einem medizintechnischen Thema befasst und kann das nun bei Fresenius in Kombination mit IT verbinden. 

Ihr seid alle im Competence-Center-Business-Processes (CCBP) eingesetzt. Könnt ihr kurz erklären, was das CCBP macht?

Maurice André: Das CCBP beschäftigt sich mit Prozessen, die in einem ERP-System, sprich SAP, abgebildet sind. Wir sind aktuell entsprechend der Module im Unternehmen aufgestellt: also Materialwirtschaft, Sales, Manufacturing, Finanzen und Controlling. Jeder Teilbereich von CCBP hat Hoheit über die Teilprozesse, die auch in den jeweiligen Fachbereich fallen. Das CCBP ist groß, und die Aufgaben sind komplex. Aktuell haben wir zum Beispiel bei Fresenius Kabi und bei Fresenius Medical Care Template-Programme, die über alle Standorte hinweg standardisiert sein werden sollen.

Maurice André: Aktuell ist durch das Thema "RPA" (Robotic Process Automation) die Automatisierung stark im Fokus. Der nächste Reifegrad wäre dementsprechend die smart Automatisierung.

Martyna Kulak: Es geht darum, standardisierte, klar definierte Prozesse, die eine hohe Menge an Daten verarbeiten, mit Hilfe von Software zu automatisieren. Die Automatisierung bringt viele Vorteile mit sich und entlastet uns von Aufgaben, die tatsächlich eher was für Roboter sind. Das Projekt ist besonders spannend und freue mich, dass ich bei dem Projekt mitmachen kann. Ich befasse mich mit vielseitigen Themen und habe damit auch Kontakt mit sehr vielen Kollegen.

Yan Liu: Die Traineezeit dauert 24 Monate, zumindest bei CCBP. Nach einer gewissen Anlaufphase bekommt man ein eigenes Projekt, das man weitgehend eigenständig betreut. Natürlich stimmt man sich immer mit Vorgesetzten ab. Ich arbeite im Moment noch in mehreren Projekten mit, vor allem in solchen, bei denen asiatische Ansprechpartner involviert sind.

Sinan Yildirim: Eine Projektphase ist bei uns sehr individuell. Sie kann drei Monate, aber auch mehr als sechs Monate andauern. Wichtig ist, dass ein Projekt bis zum Ende begleitet wird, auch wenn die Abteilung gewechselt wird. So erhalten wir stets neue spannende Projekte und lernen, diese parallel zu bearbeiten.

Traineeprogramme gibt es ja bei vielen Unternehmen, und häufig wird in Assessment-Centern ausgewählt. Wie war das bei euch?

Maurice André: Unser Bewerbungsprozess hat bewusst kein Assessment-Center. Wir führen zwei persönliche Gespräche – allerdings bekommen die Bewerber vorab vor dem Zweitgespräch eine kleine Aufgabe, die sie vorbereiten und im Gespräch präsentieren dürfen. Bei der Auswahl geht es nicht zwingend um eine Top-Papierform. Wenn jemand einen interessanten Background mitbringt, dann hören wir uns lieber eine Person mehr an als eine zu wenig.

Was ist ein interessanter Background für den Berufseinstieg bei Fresenius Netcare?

Maurice André: Zum Beispiel die praktischen Stationen im Lebenslauf. Auch sollte die Motivation für eine Stelle in der IT aus dem Anschreiben hervorgehen. Im ersten Gespräch geht es um den Gesamteindruck vom Kandidaten. Das Zweitgespräch ist mit der Abteilungsleitung, danach fällt die Entscheidung.

Ist das Gespräch auf Deutsch oder Englisch?

Sinan Yildirim: Bei mir war das Zweitgespräch fast vollständig auf Englisch. Mit unseren Kollegen in Polen ist es die Hauptarbeitssprache.

Yan Liu: Bei mir waren alle Gespräche auf Englisch – zum Glück!

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein IT-Trainee mitbringen sollte?

Nico Kück: Proaktivität: Nicht warten, bis Aufgaben zu einem kommen, sondern selbst schauen, welche Aufgaben jetzt oder auch erst in der Zukunft erledigt werden müssen. Wichtig ist es auch, Dinge zu hinterfragen, über den Tellerrand hinaus zu denken und neue Ideen einzubringen.

Sinan Yildirim: Anpackmentalität! Arme hochkrempeln und mitmachen! Und: Wenn man mit IT wenig am Hut hat oder nicht bereit ist sich Neues anzulernen wird es nicht einfach sein in diesem Umfeld zu arbeiten.

Maurice André: Englisch ist wichtig. Wenn ein Bewerber im Gespräch nicht gut im Englischen unterwegs ist, dann ist das ein KO-Kriterium.

Es gibt ja außerhalb von CCBP noch mehr Trainees. Gibt es so etwas wie eine Traineekultur? Macht ihr auch in eurer Freizeit etwas zusammen?

Nico Kück: Innerhalb unseres Teams sind wir sehr gut vernetzt. Wir machen auch immer wieder etwas zusammen, wie Bowlen, Badminton spielen, Biergarten- oder Weihnachtsmarktbesuche. Und wir versuchen auch, uns mit anderen Trainees bei Fresenius zu vernetzen.

Sind im Traineeprogramm Auslandsaufenthalte vorgesehen? Oder seid ihr die meiste Zeit in Bad Homburg?

Maurice André: Nicht zwingend, aber wenn jemand unbedingt möchte, gibt es Möglichkeiten.

Martyna Kulak: Ich war in Breslau im Shared Service Center. Wahrscheinlich werde ich nächstes Jahr häufiger dort arbeiten, aber ansonsten bin ich überwiegend hier.  

Warum würdet ihr das Trainee-Programm bei Fresenius Netcare weiterempfehlen?

Nico Kück: Man wird sehr individuell gefördert: mit SAP-Schulungen, Career-Starters oder mit anderen Trainings wie Präsentationstechniken oder Soft Skills. Daran merkt man, dass das Unternehmen sehr an uns interessiert ist, uns wertschätzt und auch viel investiert. Das unterscheidet das Fresenius-Traineeprogramm von vielen anderen.

Sinan Yildirim: Ich stimme meinem Kollegen hier 100% zu. Neben den Trainings, welche die „Hard Skills“ eines Trainees erweitern, wird durch den gezielten Einsatz in bestimmte Abteilungen und Projekte sehr stark die „Soft Skills“ trainiert. Bei uns bleibt kein Trainee mit der Weiterentwicklung auf der Strecke, und ich denke dies ist in unserem Bereich für Berufseinsteiger sehr wichtig.

Man wird sehr individuell gefördert: mit SAP-Schlungen, Career-Starters oder mit anderen Trainings wie Präsentationstechnik oder Soft Skills.

Martyna Kulak:  Während der Traineezeit bekommen wir eine große Bandbreite zu sehen, und das ist sehr wertvoll für den Berufseinstieg. Denn jetzt ist ja die Zeit, um sich weiterzuentwickeln und die eigenen Stärken zu erkennen. Außerdem macht es im Team super viel Spaß.

Yan Liu: Da nicht alle den gleichen Wissensstand zu SAP haben, bekommt jeder zu Beginn ein individuell zugeschnittenes Schulungsprogramm angeboten. Wir haben außerdem einen unbefristeten Vertrag bei Fresenius Netcare. Das bieten nicht viele Firmen, oft bekommt man anderswo nur einen befristeten Vertrag für zwei Jahre.

Maurice André: Oder sogar noch kürzer. Die regulären Traineeprogramme gehen meist nur über 12 bis 15 Monate. Hier bekommen die Trainees von Anfang an einen unbefristeten Vertrag und schon ähnliche Konditionen wie ein Junior Consultant.

Vielen Dank für das Gespräch!

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