Fresenius Medical Care gründet Tochterunternehmen im Bereich regenerativer Medizin und führt erfolgreiche Partnerschaft mit der Universität Turin fort

Fresenius Medical Care hat das Tochterunternehmen Unicyte AG mit Fokus auf regenerativer Medizin gegründet. Ziel von Unicyte AG ist es, Forschungsprojekte zur Behandlung von Nieren- und Lebererkrankungen, Diabetes und Krebs durchzuführen und mit weiteren Partnern voranzutreiben.

Bereits seit 2003 arbeitet Fresenius Medical Care mit der Universität Turin zusammen. Die erste, bahnbrechende Entdeckung unter Prof. Giovanni Camussi, wissenschaftlicher Leiter des Projekts an der Universität Turin, war die Isolierung und Charakterisierung einer Population humaner Stammzellen aus adulten Leberzellen. Diese Leberstammzellen sind leicht zu isolieren, können unbegrenzt vermehrt werden und lassen sich in verschiedene andere Zelltypen überführen. Damit eröffnen diese Stammzellen neuartige Therapieansätze zur Wiederherstellung von funktionsgestörtem Gewebe oder Organen.

In Turin entdeckt wurden auch funktionelle Pankreasinseln (Zellen, die die Funktion der Bauchspeicheldrüse nachbilden) zur Behandlung von Diabetes sowie von Stammzellen abgeleitete extrazelluläre Vesikel (Partikel, die den Transport von Botenstoffen zwischen den Zellen unterstützen) zur Behandlung von Nieren- und Lebererkrankungen und Krebs. Die ersten Forschungsergebnisse wurden kürzlich in präklinische Entwicklungsprojekte überführt.

Auf Basis der erfolgreichen Partnerschaft mit Prof. Giovanni Camussi, einem führenden Experten auf dem Gebiet der extrazellulären Vesikeln und Stammzellenforschung, führt Unicyte die gemeinsame Forschung fort. Gleichzeitig wird das Unternehmen die Entwicklungsprojekte bis zur klinischen Prüfung am Menschen vorantreiben – mit dem langfristigen Ziel, das Leben von Patienten mit Nieren- und Lebererkrankungen, Diabetes oder Krebsleiden zu verbessern.

Prof. Gianmaria Ajani, Direktor der Universität Turin: „Die Kooperation zwischen Fresenius Medical Care und der Universität Turin ist ein großartiges Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft. Die Kooperation treibt nicht nur die Entwicklung von neuen Technologien voran, sondern bietet auch eine Chance für die Ausbildung junger Menschen. Unicyte wird weitere internationale Sponsoren und Investoren anziehen. So können neue Arbeitsplätze entstehen und langfristig gesichert werden.“

Dr. Olaf Schermeier, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Fresenius Medical Care: “Wir freuen uns, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit Prof. Camussi und der Universität Turin fortzusetzen. Dies ist der richtige Zeitpunkt, die hervorragende wissenschaftliche Forschung auf Indikationen mit einem hohen klinischen Bedarf zu fokussieren.“

Florian Jehle, Geschäftsführer der Unicyte AG und Leiter Technologie- und Innovationsmanagement bei Fresenius Medical Care: „Die Gründung von Unicyte ist der logische Schritt, um die existierende Forschungskooperation mit Stammzellen und extrazellulären Vesikeln in klinische Programme zu überführen. Damit bündelt Fresenius Medical Care die Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der regenerativen Medizin für ausgewählte Indikationen.“

Prof. Giovanni Camussi, wissenschaftlicher Leiter des Turiner Stammzellen-Projekts: „Die Erwartungen an die Stammzellenforschung sind in den letzten Jahren gestiegen. Fundierte wissenschaftliche Grundlagen sind unerlässlich, um zielgerichtete Therapien zu entwickeln und ethische Maßstäbe einzuhalten. Um die Ergebnisse auch klinisch zu erproben, benötigen wir reproduzierbare, wissenschaftlich belegte Anwendungen.“

Quelle: https://www.fresenius.de/4924

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