Dos & Don'ts auf Karrieremessen

Karrieremessen sind für Bewerber und Unternehmen eine wunderbare Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Hier kann man völlig unverbindlich einen ersten Kontakt herstellen und Informationen über einen potenziellen Arbeitgeber sammeln. Doch die Anwesenheit auf einer Karrieremesse ist per se nicht unbedingt zielführend. Viel mehr noch: Es gibt auch einige Stolpersteine beim Ausloten der Karrieremöglichkeiten auf einer Messe. Esther Antonoff, Junior Managerin im Personalmarketing bei Fresenius, erklärt uns im Interview, auf was zu achten ist, damit der Messebesuch erfolgreich wird.

Esther, du bist regelmäßig für Fresenius auf Karrieremessen unterwegs. Welche Gründe sprechen dafür, eine Karrieremesse zu besuchen?

Karrieremessen eignen sich besonders für das persönliche Gespräch und um die vielleicht zukünftigen Kollegen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Man erhält z. B. Antworten auf Fragen wie: Spricht das Unternehmen „meine Sprache“? Passe ich zur Unternehmenskultur? Aber auch: Passt die Unternehmenskultur zu mir? Kann ich mich mit den Zielen des Unternehmens identifizieren? Sprechen mich die Branche, die Produkte und Dienstleistungen an? Und nicht zuletzt natürlich: Finde ich mit meiner Qualifikation eine Stelle in diesem Unternehmen? Obwohl viele Karriere-Informationen meist online abrufbar sind, lässt sich der Eindruck eines persönlichen Gesprächs durch nichts ersetzen.

Auf was gilt es beim Messebesuch zu achten?

Wir freuen uns darüber, wenn Interessenten zu uns an den Stand kommen, die sich ein wenig vorbereitet haben. Das heißt nicht, dass man alle Zahlen, Daten und Fakten über Fresenius kennen muss. Wenn man jedoch weiß, in welchen Geschäftsfeldern wir tätig sind, dann haben wir bereits eine gute Basis, um weitere Informationen zu geben. Hat sich jemand bereits den Stellenmarkt angeschaut – perfekt! Das zeigt großes Interesse und es ist für uns ein sehr guter Anhaltspunkt, in welche Richtung es für den Interessenten gehen könnte. Natürlich ist es sinnvoll, sich die eine oder andere Frage vorab aufzuschreiben, um nicht wie das Reh im Lichtkegel auf dem Messestand zu stehen. Zudem sollte man sich vorher selbst fragen: Wie sehen meine beruflichen Ziele aus? Welche Bereiche interessieren mich? Bei Fresenius gibt es nicht nur geradlinige Lebensläufe. Bei uns arbeiten z. B. Naturwissenschaftler im Marketing, IT-ler im Projektmanagement oder Pflegefachkräfte im Vertrieb. Es lohnt sich also, sich nicht auf einen Bereich festzulegen, da erwarten wir schon etwas Flexibilität.

Was sollte man als Besucher einer Karrieremesse eher vermeiden?

Auf keinen Fall sollte man sich verstellen. Wichtig ist herauszufinden, ob die Chemie zwischen dem Unternehmen und der eigenen Persönlichkeit stimmt. Das gilt natürlich genauso wie im Bewerbungsgespräch.

Zudem raten wir davon ab, ausgedruckte Lebensläufe oder gar komplette Bewerbungsmappen mitzubringen. Da wir ein sehr komfortables Online-Bewerbungssystem anbieten, erleichtert das nicht nur uns, sondern auch dem Bewerber Arbeit und spart Kosten. Ohnehin kann und sollte man im Anschreiben einer Bewerbung auf das Gespräch am Messestand verweisen. Wenn sich ein Interessent über ein Gespräch am Stand hinaus mit uns austauschen möchte, geben wir auch gerne unsere Visitenkarte mit.

Ein absolutes No-Go ist der sogenannte „Beutel-Tourismus“. Hört sich witzig an, jedoch macht es keinen guten Eindruck, lediglich ein paar Give-Aways abzugreifen und sich dann wieder aus dem Staub zu machen. Wer höflich fragt, bekommt natürlich immer was. :-)

Sollte ich, wenn ich mich überhaupt nicht vorbereitet habe, trotzdem auf eine Karrieremesse gehen?

Ja, auf jeden Fall. Auch ohne Vorbereitung kann man auf einer Karrieremesse einiges erfahren und potentielle Arbeitgeber näher kennenlernen. Allerdings ist der Mehrwert am Ende des Tages mit einer Vorab-Recherche wahrscheinlich größer als ohne. Einen besseren Eindruck hinterlässt man bei den Unternehmen in jeden Fall, wenn man gut informiert ist und ein Ziel vor Augen hat.

Und der Dresscode?

Generell chic und gepflegt. Es kommt natürlich auch darauf an, welche Messestände man besuchen möchte. Beispielsweise kann man sich anhand von Bildern und Videos über die Karriere-Website oder die Social-Media-Kanäle eines Unternehmens einen Eindruck machen, welcher Dresscode im Unternehmen gängig ist. So klärt sich oftmals die Frage nach „Eher Krawatte oder doch lieber Jeans und T-Shirt?“. Mit Business Casual kann man aber selten etwas falsch machen. Das kann z. B. eine dunkle Jeans oder Stoffhose mit einem dezent farbigem Hemd bzw. Bluse sein.

Gibt es noch etwas, was du Interessenten für einen Besuch einer Karrieremesse mit auf dem Weg geben möchtest?

Ja, immer man selbst sein. Nur so kann man feststellen, ob man wirklich zum Unternehmen passt und umgekehrt. Mit etwas Pfefferminz in der Tasche kann dann nichts mehr schief gehen. :-)

Danke, Esther!

Alle Karrieremessen, auf denen Fresenius vertreten ist, findet ihr übrigens hier.

 

Und jetzt seid ihr gefragt!

Kommentiert diesen Beitrag und erzählt uns, was ihr euch als Besucher von einem Unternehmen auf einer Karrieremesse wünscht und welche Erfahrungen ihr bereits gemacht habt! Wir sind gespannt!

 

Kommentare

  • Isabelle

    schrieb am 07.10.2016

    Hallo Fresenius, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Unternehmen oft nur ein paar Jobs auf der Messe anbieten. Ich wünsche mir mehr Angebote für ein Praktikum für Biologen. Viele Grüße Isabelle

    Antworten
  • Fresenius Karriere

    schrieb am 07.10.2016

    Hallo Isabelle! Vielen Dank für deinen Kommentar. Neben ausgewählten, gedruckten Stellenangeboten kannst du bei uns auf dem Messestand mit Hilfe von iPads direkt alle Stellen aus unserem Karriereportal einsehen. Wir bieten regelmäßig Praktika für Biologen an. Eine gefilterte Vorauswahl findest du hier: http://bit.ly/2dzJhAS. Viele Grüße, Christian vom Fresenius Karriere-Team

    Antworten

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