Schüleraustausch in den USA

Vorstellung

Ich bin Sarah und ich habe 2018 meine Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei Fresenius in Bad Homburg begonnen. Ich habe über meine Berufsschule an einem 18-tägigen Schüleraustausch mit dem Moraine Park Technical College in Fond du Lac in Wisconsin/USA teilgenommen.

Austauschprogramm

Meine Berufsschule, die Peter-Behrens-Schule in Darmstadt, bietet diesen Schüleraustausch jedes Jahr an, es kann jedoch nur eine bestimmte Anzahl von Schülern teilnehmen. Daher müssen alle eine Bewerbung abgeben, und ich wurde glücklicherweise genommen. Mit 13 anderen Schülern und zwei Lehrern flogen wir in die USA und wohnten für 10 Tage bei Gastfamilien in Fond du Lac. Dort gingen wir vormittags ins College. Die restlichen 8 Tage verbrachten wir in Madison und New York.

Im Moraine Park Technical Collage lernten wir das amerikanische Schulsystem kennen und nahmen an einigen Unterrichtsstunden teil. Am ersten Tag empfingen uns die amerikanischen Schüler herzlich mit einem Essen und einer Führung durchs College. Es gab Toast mit Wurst und Käse, Salat, Chips und zum Nachtisch Kuchen. Wir nahmen an vier Einheiten à zwei Stunden teil und wurden im Unterricht von Lehrern und Schülern gut eingebunden - so wurde es nicht langweilig. Lehrer und Schüler sprachen im Unterricht sehr viel miteinander und es wurde viel in Gruppen gearbeitet. In einer Unterrichtsstunde bereiteten wir in Vierer-Gruppen mit jeweils zwei amerikanischen und zwei deutschen Schülern eine Präsentation vor. Das Thema waren die Konsequenzen, wenn man unangemeldet nicht zur Arbeit erscheint. Wir bekamen dafür zwei Stunden Zeit und sollten die Präsentation am Ende der Schulstunde vortragen. In einer anderen Unterrichtsstunde kochten wir zusammen mit den amerikanischen Schülern. Dabei konnten wir uns super über die Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Küche austauschen und haben erlebt, wie die Amerikaner Essen zubereiten. Durch den Unterricht bekamen wir einen guten Einblick in den Schulalltag am Moraine Park Technical Collage.

Ich habe viel über die amerikanische Kultur gelernt und bin auch sicherer in Englisch geworden.

Aktivitäten und Gastfamilie


Neben dem spannenden Unterricht organisierte das College auch viele andere Aktivitäten: Wir wurden zum Beispiel von einem Schulbus zum Footballstadion der Greenpackers gebracht. Dort bekamen wir eine Führung durch das riesige Stadion – das größte im Umkreis. Danach wurden wir noch zum Pancake-Essen eingeladen. Außerdem unternahmen wir eine kleine Wanderung durch einen Nationalpark und machten ein Picknick.

Meine Gastfamilie hat ein kleines Haus, einen großen Garten mit einem Pool (für den es leider zu kalt war), zwei Katzen und einen Hund. Ich hatte mein eigenes kleines Zimmer und wir haben viel zusammen unternommen. Die Tochter der Familie geht noch zur High-School und nahm mich und ein paar andere Austauschschüler an einem Tag zu einem Footballspiel mit. Dort gab es eine riesige Show mit einem Helikopter und einer Kanone, die nach jedem Touchdown der High-School abgeschossen wurde. Natürlich fehlten auch die Cheerleader nicht. Mit dem Gastvater fuhr ich mit einem Quad durch den Wald und mit der Gastmutter war ich in einer Mall shoppen. Am letzten Wochenende fuhren wir zum Campen zu einem Campingplatz an einem See mit wunderbarer Aussicht, etwa zwei Stunden von Fond du Lac entfernt. Abends machten wir ein Barbecue und rösteten Marshmallows über dem Feuer. Nach zwei Nächten ging es dann zurück ins Haus der Gastfamilie. Dort angekommen, mussten wir gleich los zum Abschiedsessen, denn am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen.

Wir verabschiedeten uns alle mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Ich hatte meine Gastfamilie in der kurzen Zeit sehr ins Herz geschlossen und war traurig. Aber nicht nur deswegen waren wir wehmütig, denn wir hatten in den 10 Tagen eine sehr schöne Zeit. Die amerikanischen Lehrer, die für uns alles organisierten und unsere Wünsche aufnahmen, hatten auch sehr dazu beigetragen. Wie auch die Schüler, die uns in den Unterricht einbanden, mit uns Basketball und Tischkicker spielten oder manchmal sogar für uns Mittagessen kochten.

Madison und New York

Nach der Verabschiedung fuhren wir mit dem Schulbus nach Madison, wo wir zwei Tage verbrachten. Auch hier gab es viel Programm: eine Führung durch die Uni und durch das Capitol, das Regierungsgebäude von Wisconsin. Wir besichtigten das Footballstadion der Universität, das etwa so groß wie das Greenpackers Stadion in Fond du Lac und größer als die Frankfurter Commerzbank-Arena ist. In unserer Freizeit bummelten wir durch die schöne, kleine Universitätsstadt und betrachteten abends das beleuchtete Capitol.

Nach zwei Tagen flogen wir nach New York und konnten schon bei der Landung erste Blicke auf die beeindruckende Stadt erhaschen. Auch hier haben wir viel unternommen und gesehen. Wir fuhren auf das One World Center und genossen den Ausblick auf die riesige Stadt. Danach besuchten wir das 9/11 Museum und fuhren abends mit einem Boot an der Skyline entlang zur Freiheitsstatue. Natürlich waren wir in New York auch shoppen und kauften viele Mitbringsel für Freunde und Familie.

Der Schüleraustausch war sehr schön, ich habe viel über die amerikanische Kultur gelernt hat und bin auch sicherer in Englisch geworden ist. Ich bin sehr froh, dass ich daran teilgenommen habe.

Viele Grüße

Sarah

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