Zwischen den Kulturen zu Hause

Mario Agustin Capurro, Senior Audit Manager, Fresenius Medical Care, Bad Homburg

„Sie kennen Deutschland ja besser als so manche Deutsche!“, habe ich schon häufig als Kompliment bekommen, wenn ich erzähle, welche Orte ich schon bereist habe, seit ich 2007 nach Deutschland gezogen bin. Ich liebe Reisen und habe dazu auch beruflich viele Gelegenheiten – fast ein Drittel meiner Zeit bin ich in aller Welt unterwegs.

Ursprünglich komme ich aus Argentinien, dort habe ich bereits fast vier Jahre für Fresenius Medical Care Argentina S.A. als Internal Audit Manager gearbeitet. Das Inkrafttreten des Sarbanes-Oxley Act (SOX) im Jahr 2002, ein amerikanisches Gesetz für an der US-Börse gelistete Unternehmen zur Sicherstellung interner Kontrollsysteme, zog einen großen Bedarf an internen Wirtschaftsprüfungen nach sich. Zuvor habe ich acht Jahre in einer international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hauptsächlich fokussiert auf externe Auditierungen und Geschäftsprozessverbesserungen, gearbeitet. Somit war ich mit der Analyse von Prozessen, der Identifizierung von Schwachstellen und der Entwicklung von Verbesserungsvorschlägen und der Entwicklung von Vorschlägen zur Prozessoptimierung bereits vertraut. Das Headquarter von Fresenius Medical Care ist auf mich aufmerksam geworden und hat mir eine Stelle als Senior Audit Manager in der Konzernzentrale in Deutschland angeboten. Eine spannende Herausforderung und eine tolle Erfahrung.

Wenn ich sehe, wie sich bei den einzelnen Patienten durch die Behandlung Fortschritte abzeichnen, macht mich das sehr stolz.

Mein Wirkungsfeld erstreckt sich heute über Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika, aber ich führe auch Projekte in den USA und im asiatisch-pazifischen Raum durch. Ich lerne gerne neue Leute kennen und versuche, ihre Sichtweise zu verstehen. Das gilt nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für die multikulturellen Teams, in denen ich arbeite. Schließlich bin ich selbst als „Fremder“ gut aufgenommen worden. Zu Beginn meiner Tätigkeit in Bad Homburg waren meine Deutschkenntnisse beispielsweise noch nicht sehr ausgeprägt, aber meine deutschen Kollegen hatten viel Geduld mit mir. Ich kann mich sehr gut an die Zeit erinnern, als ich das Angebot bekam, in Deutschland zu arbeiten. Ich dachte, das wäre unrealistisch, aber mit den nötigen Anstrengungen meinerseits und speziell mit der Unterstützung meiner Kollegen, sowohl in Argentinien als auch in Deutschland, wurde diese Möglichkeit letztendlich Realität. Fresenius hat mich bei dem großen Schritt nach Europa sehr unterstützt.