Behind the scenes: Bernhard Nolte - Head of Global Infrastructure

Bernhard Nolte ist seit Juni 2021 Head of Global Infrastructure bei Fresenius Digital Technology (FDT) und bewies bereits zuvor in diversen Führungspositionen seine Kompetenz. Als Interim Manager hat er einen frischen, unvoreingenommen Blick auf das Unternehmen. Aktuell übergibt er seine Position an den neuen SVP Global Infrastucture, Jyotin Shah. Im Anschluss daran übernimmt er Verantwortung im Outsourcing-Projekt, wobei er die betroffenen Mitarbeiter bei der Veränderung begleitet, gemeinsam mit ihnen zum Provider übergeht und dort die Integration unterstützt.

In welche spannenden Projekte ist er involviert? Was macht die Arbeit bei Fresenius so besonders? Was ist hier anders als bei vergleichbaren Unternehmen? Diese und weitere Fragen beantwortete uns Bernhard Nolte im Interview.

„Ohne uns könnte kein Truck den Hof verlassen.“

Welchen Beitrag leisten du und deine Teams für Fresenius?

Wir legen die Basis. Ohne uns könnte z. B. kein Truck den Hof verlassen. Beispiel gefällig? Wenn es an einem Standort zu einer Netzwerkstörung kommt, ist dieser abgehängt und kann nicht mehr mit dem System im Headquarter „reden“. Dann ist es unmöglich, den Lagerbestand abzufragen und im Hochlager Artikel zu finden. Das ist also eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe mit viel Verantwortung. Wir nennen das zwar „Commodity IT“, und das klingt ein bisschen wie „das kann doch jeder“. Aber man muss den Konzern kennen und verstehen, um das richtig gut machen zu können. Vereinfacht gesagt halten wir die Operations am Laufen, damit die Strategie ihren Job machen kann.

Welches ist das spannendste Projekt, das du verantwortest?

Ganz sicher das aktuelle große Harmonisierungsprojekt. Bisher haben wir eine sehr heterogene IT-Landschaft, da jedes Segment im Konzern eigene Systeme betreibt – dadurch gibt es unter anderem viele Schnittstellen, die zu verwalten sind. Das erzeugt viel Aufwand, daher wollen wir die Strukturen und Abläufe vereinheitlichen. So lassen sich Prozesse wiederholen, Lösungen mehrfach einsetzen, und das spart letztendlich Kosten. Aktuell stellen wir einen Pilot-Standort in Schweden auf diese Standards um. Im Idealfall kann dann die IT zentral betrieben werden, ohne dass Kolleg:innen vor Ort sein müssen. Ein ziemlich komplexes Projekt, da wir von der Beschaffung bis zur Auslieferung alle Workflows automatisieren müssen. Wenn alles funktioniert, wollen wir die Lösung weltweit ausrollen.

Was bedeutet das ganz praktisch?

Ein Beispiel: Ein:e Mitarbeitend:e braucht einen neuen Rechner. Die Anfrage landet im SAP-System, löst eine Bestellung aus und diese wird an den Hardware-Lieferanten weitergeleitet. Der spielt die erforderliche Software auf, der Computer wird ausgeliefert. Das soll am Ende so reibungslos funktionieren, dass der oder die Mitarbeitende das Gerät auspackt, es anschließt und sofort loslegen kann. All dies ohne, dass IT-Support vor Ort gebraucht wird.

Was ist an der Arbeit bei Fresenius Digital Technology reizvoll? Was unterscheidet uns von anderen?

Wir haben eine extrem stabile Belegschaft mit einer großen Verbundenheit zum Unternehmen. In keinem anderen Unternehmen zuvor – und ich habe einige von innen gesehen – habe ich so viele 20-jährige Jubiläen mitgefeiert wie hier in den letzten 9 Monaten. Klar, der gerade laufende Transformationsprozess sorgt auch für Unruhe, schließlich wird es in bestimmten Bereichen deutliche Veränderungen geben. Aber insgesamt haben wir im Vergleich zu anderen Unternehmen ein sehr gutes Gesamtpaket inklusive Sozialleistungen. Doch das allein genügt nicht. Momentan haben wir einen riesigen Veränderungswillen. Für Menschen, die etwas bewegen wollen, gibt es bei Fresenius jetzt ungeahnte Chancen. Denn gerade holen wir in 7-Meilen-Schritten auf, technologisch und organisatorisch. Außerdem haben wir viele Initiativen in der Pipeline, die bald marktreif sein werden. Das ist echt spannend, nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für unsere Mitarbeitenden.

In der Transformationsphase sind Vertrauen und Transparenz besonders wichtig. Wie förderst du das?

Jede Veränderung bringt erstmal Verunsicherung, vor allem, wenn wir wie momentan auch Leistungen outsourcen müssen. Seit wir darüber informiert haben, mit welchem Provider – einem Top-Anbieter der Branche – wir zusammenarbeiten werden, wie wir vorgehen und warum, ist das Verständnis aus meiner Sicht deutlich gewachsen. Kommunikation und Transparenz sind daher wichtiger denn je – aber auch, weil vieles nur noch virtuell stattfindet. Für diesen Austausch gibt es bei Fresenius verschiedene digitale Formate, etwa bereichsübergreifende Townhall Meetings einmal im Monat. Darauf folgen dann direkt die All Hands Meetings, in denen die Messages aus den Townhalls auf die Bereiche runtergebrochen werden. Ein besonders wichtiges Format sind die Virtual Coffees in kleinen Gruppen. Dort erfahre ich aus erster Hand, was meine Kolleg:innen bewegt.

„In der aktuellen Transformation steckt enormes Potenzial – nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für unsere Mitarbeitenden.“

Warum sind diese Formate so wichtig?

Da viele im Homeoffice sind, fehlt uns allen doch der Flurfunk. Daher müssen wir derzeit mehr erklären. Und das tun wir sehr gern, um authentisch im Dialog zu bleiben. Nur, wenn die Mitarbeitenden das Gefühl haben, dass wir voll hinter den Veränderungen stehen, gehen sie mit.

 

Danke für das Gespräch, Bernhard!

 

 

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